Das Kaffeehaus ist eine europäische Erfindung – und bis heute ein Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse. In Wien wurde im Kaffeehaus Zeitung gelesen und Weltpolitik diskutiert; in Paris saßen Sartre und de Beauvoir im Café de Flore; in Istanbul verbindet das Teehaus Generationen über Backgammon-Bretter hinweg. Café- und Wirtshauskultur ist immaterielles Kulturerbe und gelebte Alltagspraxis zugleich.
Wirtshäuser, Tavernen, Pubs und Bistros: Europas gastronomische Treffpunkte
Jedes Land hat seine eigene Variante des öffentlichen Esstisches. Das bayerische Wirtshaus mit Stammtisch und Schweinsbraten unterscheidet sich grundlegend vom griechischen Taverna-Abend oder dem irischen Pub-Lunch. Gemeinsam ist allen: Sie sind Orte der sozialen Begegnung, der kulinarischen Tradition und des lokalen Identitätsgefühls.
Diese Kategorie beleuchtet die Geschichte und Gegenwart europäischer Café- und Wirtshauskultur aus verschiedenen Perspektiven:
- Geschichte des Wiener Kaffeehauses und seine kulturelle Bedeutung
- Der britische Pub als Sozialraum und sein Wandel im 21. Jahrhundert
- Bistros, Brasseries und Cafés in Frankreich
- Tapas-Bars und Bodega-Kultur in Spanien
- Wirtshaustraditionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Gleichzeitig geht es um aktuelle Entwicklungen: Wie überlebt das traditionelle Kaffeehaus im Zeitalter von Take-away-Kaffee und Co-Working-Spaces? Welche Konzepte funktionieren – und warum?



